Depression Therapie

Depression„Ich habe gelernt, innere Leere, Schmerz und Traurigkeit zu verbergen und mit Tränen in den Augen zu lächeln – nur um anderen zu gefallen und ihnen zu zeigen, dass es mir ‚gut‘ geht.“ Depression

Depression oder depressive Verstimmung?

Depressiv verstimmt ist jeder Mensch irgendwann einmal. Wer sich in einem Stimmungstief befindet, fühlt sich traurig, mutlos, antriebslos und möchte sich zurückziehen.
Solche Gemütszustände haben meist einen konkreten Anlass – etwa Stress, Ärger im  Beruf oder Privatleben, ein Verlusterlebnis oder eine Krankheit. Diese reaktive Traurigkeit ist eine ganz „normale“ Reaktion und vergeht meist nach ein bis zwei Wochen und auch Phasen der Trauer nach Verlusten werden nach einigen Monaten schwächer.

Depression – ohne Grund?

Aber was, wenn die depressiven Symptome scheinbar keiner konkreten Ursache zuordnet werden können? Was – wenn die Wurzel nicht so offensichtlich ist? Manchmal geraten wir schleichend in einen Zustand völliger seelischer und körperlicher Niedergeschlagenheit und Depression. Die Gefühle der Traurigkeit, inneren Leere und Einsamkeit sind stärker ausgeprägt und halten deutlich länger an.

Wir empfinden keine Freude mehr, fühlen uns ausgelaugt und lustlos. Oft fühlen wir uns schon niedergeschlagen, sobald wir morgens aufwachen. Selbst freudige Ereignisse wie der Besuch von Freunden oder ein gemeinsames Essen werden eher als Belastung erlebt, kosten übermäßig viel Kraft und werden deshalb gerne vermieden.

Typische Symptome einer Depression

Typische Symptome einer Depression sind

Gedrückter Stimmung, Schwermut     (Hauptsymptom)
Lust- und Freutlosigkeit                       (Hauptsymptom)
verminderter Antrieb                        (Hauptsymptom)
• Schlafstörungen – typisch ist frühmorgendliches Erwachen –  Müdigkeit, Abgeschlagenheit
• verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, Gedankenkreisen, das Denken ist verlangsamt
• negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
• vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen,  sozialer Rückzug und Ängste
• verminderter Appetit

Von einer Depression wird geprochen, wenn mindestens zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen vorliegen. Eine Depression verläuft meist in Phasen, die über mehrere Wochen bis Monate, bei einigen Menschen auch über Jahre anhalten können.

Obwohl die Depression eine sehr häufige Störung ist, wird sie oft vom Hausarzt nicht als solche erkannt.

Depression als körperliche Krankheit „getarnt“

Neben der Depression mit psychischen Symptomen gibt es auch die sogenannte larvierte  oder maskierte Depression. Diese äußert sich vorwiegend in körperlichen Beschwerden bzw. verbirgt sich dahinter. Statt vordergründig eine schlechte Stimmung zu empfinden, kommt es zum Beispiel zu Schmerzen, chronische Kopfschmerzen, Schwindel, Rückenschmerzen, Herzbeschwerden, Magen-Darm Beschwerden und Schlafstörungen.

Das führt dazu, dass weder die Betroffenen noch die Personen um einen herum erkennen, was hinter diesen körperlichen Beschwerden in Wirklichkeit steckt. Die larvierte Depression ist oft äußerst schwer als Depression zu erkennen und wird oft damit abgetan, dass der Betroffene lediglich unter Stress steht. Die hintergründige depressive Verstimmung wird oft Jahre bis manchmal Jahrzehnte nicht erkannt.

Depression – der Hilferuf der Seele

Depressiven Verstimmungen entstehen nie ohne Grund! Auch hier gilt das geistige Gesetz von Ursache und Wirkung. Es müssen immer entsprechende Voraussetzungen gegeben sein, die diese Gemütszustände bewirken oder zulassen. Alles hat eine Bedeutung, einen Sinn, auch wenn vieles erst aus einem tieferen Gesamtzusammenhang heraus verstehbar wird. Folgende Ursachen können einer depressiven Entwicklung zugrunde liegen:

  • Gefühl Innerer Leere und Sinnlosigkeit

Das Gefühl der Leere kennen sehr viele Menschen. Häufig geht es mit dem Gefühl der Einsamkeit einher: „Warum bin ich überhaupt auf dieser Welt?“ Diese Leere und Einsamkeit zu spüren ist sehr schmerzhaft. Wir versuchen dann meist diese Leere durch irgendetwas von außen zu füllen: durch den „richtigen“ Partner, Kinder, Freunde, durch Veränderungen im Beruf, Hobbys, Konsumgüter, einen Urlaub… Aber nichts hilft wirklich dauerhaft.

Wichtig an dieser Stelle ist die Erkenntnis: nichts von außen kann diese Leere im Inneren eines Menschen füllen. Nur man selbst kann daran arbeiten, diese Lücke im Inneren zu schließen.

  • Erwartungen anderer erfüllen

Bei Menschen, die depressiv erkranken, spielt ein weiterer, innerer Faktor eine ebenso bedeutende Rolle: Personen mit erhöhtem Depressionsrisiko können ihre eigenen wahren Wünsche und Bedürfnisse nicht klar spüren.

Ein Grund dafür ist, dass die meisten von uns während ihrer Kindheit gelernt haben, die Erwartungen anderer zu erfüllen, um gemocht und akzeptiert zu werden. Um zwischenmenschliche Beziehungen nicht zu gefährden, ordnen wir die eigenen Bedürfnisse denen anderer unter. So sind wir oft auch im Erwachsenenleben noch sehr bemüht, es allen recht zu machen. Die eigene Wünsche, Bedürfnisse und Maßstäbe sind vielen Betroffenen kaum bewusst, oder werden zurückgestellt.

Meist sind frühe Verletzungen und die daraus entstandenen Schutzmechanismen die Ursache dafür, dass wir beginnen, uns zu verstellen. So beginnen wir uns so zu geben, wie wir glauben, dass es von uns erwartet wird, denn wir wollen Zugehörigkeit und Wertschätzung von anderen erfahren. Wir unterdrücken unsere wahren Gefühle, passen uns an, erbringen Leistung, geben uns immer fröhlich oder besonders lieb, je nach dem, was wir für wirkungsvoll halten. Unsere authentische Persönlichkeit wird von immer mehr Masken verdeckt.

  • Leistung bringen

Die Menschen mit erhöhtem Depressionsrisiko standen oft bereits als Kinder unter hohem Leistungs- oder Anpassungsdruck und haben das Gefühl, sich die Liebe und Anerkennung der Umgebung hart erarbeiten zu müssen. „Wenn ich keine besondere Leistungen erbringe bin ich nicht liebenswert.“

Wir alle, die wir in unserer „Leistungsgesellschaft“ aufgewachsen sind, tragen eine Spur dieses inneren Schemas in uns. Menschen bei denen dies jedoch besonders ausgeprägt ist, können die vorbehaltlose Liebe eines anderen Menschen nicht mehr ins eigene Innere hineingelassen und fühlen sich von anderen emotional – wie durch eine unsichtbare Schutzmauer – getrennt.

  • Ausweglosigkeit

Eine Depression kann dann die Reaktion eines Betroffenen auf ein Problem oder eine Situation sein, welches als ausweglos und nicht aus eigener Kraft zu lösen oder ändern bewertet wird. Ein Konflikt, der unlösbar erscheint, oder eine Situation, der wir glauben nicht entfliehen zu können, erzeugt die bekannte Antriebsschwäche, Niedergeschlagenheit, Hilflosigkeit und Ohnmacht bis hin zur Resignation. Wir fühlen uns wie gelähmt, weil wir keinen Ausweg sehen. (Bsp.: Konflikte oder Überforderungsgefühle am Arbeitsplatz…) Siehe auch… Burnout und… Was tun gegen Burnout? und Boreout.

  • Die Seele leidet

Die Seele jedoch leidet, wenn wir nicht in echtem, lebendigem Kontakt mit uns selbst, unseren inneren Kräften, unserem Leben und der Welt sind. Wir sind tief traurig, weil wir nicht einfach leben, wie wir es möchten und uns nicht einfach zeigen und sein lassen wie wir sind. Diese Traurigkeit zeigt sich im Gefühlsbereich als Emotion (z.B. als Trauer oder Angst) und auf der körperlichen Ebene als Energielosigkeit (z.B. als Müdigkeit und Antriebsschwäche)  – und das Ganze nennen wir Depression.

Das sich einstellende seelische Leid verbergen wir beharrlich vor der Außenwelt und geraten auf einer Abwärtsspirale immer tiefer in die Depression. Personen mit erhöhtem Depressionsrisiko können die liebevolle Unterstützung oder Zuwendung anderer schlecht an sich heranlassen. Das Bedürfnis nach Bedeutung, Wertschätzung und Anerkennung ist jedoch ein Grundbedürfnis.

  • Unterdrückte Gefühle

Depressionen entstehen, wenn Gefühle unterdrückt oder verdrängt werden, die gefühlt und ausgedrückt werden wollen. Es sind nicht die Gefühle wie Ärger, Wut, Aggression, Enttäuschung oder Traurigkeit, die direkt zur Depression führen, sondern die Art, wie wir damit umgehen. Depressionsgefährdet scheinen vor allem solche Menschen zu sein, die sich fürchten, diese Gefühle zu fühlen und nach außen zu zeigen.  Sie ziehen es vor, sie zu verbergen und zu unterdrücken.  Es fordert viel Kraft, diese Gefühle zu unterdrücken. Kraft, die uns dann im Alltag fehlt.

Indem Gefühle unterdrückt werden, verschwinden sie jedoch keineswegs! Etwas zu unterdrücken ist wie etwas zu bekämpfen! Die Gefühle so weit zu unterdrücken, dass sie nicht in unser Bewusstsein dringen, kostet viel Energie. Ein passendes Bild hierfür ist der Versuch, einen mit Luft gefüllten Ballon unter Wasser zu halten. Es ist möglich – erfordert aber stetige Aufmerksamkeit und Kraftanstrengung.

  • Herbstdepression

Der Herbst ist die Zeit, in der viele Menschen in ein Stimmungstief fallen. Die Herbstdepression beginnt oft schlagartig im Herbst, wenn die Tage kürzer und lichtärmer werden. Sie wird auch als saisonal abhängige Depression (SAD) bezeichnet. Ursächlich scheint vor allem der Lichtmangel November bis Februar zu sein, den diese Monate mit sich bringen. Ein erhöhter Melatoninspiegel  wirkt sich auf den Gehirnstoffwechsel aus.

Als weitere Ursachen für eine Herbstdepression können z.B. ein starker Vit D Mangel, ein gestörten Stoffwechsel mit einer erhöhten Ansammlung von Giftstoffen  und eine negative Einstellung zu dieser dunklen Jahreszeit in betracht gezogen werden. Viele Menschen betrauern unbewußt den Abschied vom Sommer und fürchten sich vor der eher introvertierten Zeit des Herbstes und Winters.

Fazit – Depression ist also oft ein Ausdruck von meist unbewusst empfundener Traurigkeit, aber auch von gefühlter Ausweglosigkeit, Sinnlosigkeit und Fremdbestimmtheit!

Depression als Chance

Oft sind es erst anhaltende depressive Symptome, die uns schmerzlich darauf hinweisen, dass wir ein überangepasstes und somit fremdbestimmtes und sinnentleertes Leben führen. An diesem Punkt kommt uns die Depression zur Hilfe. Sie bremst uns gewissermaßen aus, diesen ungeliebten Weg weiterzugehen. Antriebshemmung, Verlust von Interesse und der Kraft weiter zu kämpfen, sind gesunde Abwehrmechanismen und helfen uns, uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren – auf uns selbst!

Manchen Menschen sind rückblickend sogar dankbar für ihre Depression. Diese hatte ihnen keine andere Wahl gelassen, als die ausgetretene Pfade zu verlassen, um herauszufinden was SIE wirklich wollten, und ihr neues Leben anschließend in neuer Tiefe zu führen. Die Depression hat auf diese Weise mitgeholfen, das Selbstbewusstsein zu stärken und die Angepasstheit und Lebenslügen der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Therapie der Depression: Nur Tabletten nehmen reicht nicht!

Menschen die unter Depression leiden, sollten sich nicht scheuen frühzeitig Hilfe zu suchen. Die Depression gilt als gut behandelbar. Welche Behandlungsform man wählt, hängt vom Einzelnen ab. Antidepressiva können in bestimmten Fällen von Depression zwar über einen gewissen Zeitraum hinweghelfen. Für sich alleine verdecken sie jedoch nur den Schmerz und verlängern den Zeitraum, bis alles zusammenbricht.

Langfristig ist das neuerliche Auftreten psychischer Probleme bei ausschließlicher Medikamententherapie sehr wahrscheinlich, denn Psychopharmaka können die zugrundeliegenden Probleme nicht lösen. Daher besteht eine gute Behandlung der Depression in erster Linie immer aus der Auseinandersetzung mit dem zugrundeliegenden Problem mit Hilfe von Psychologischem Coaching/Therapie.

Homöopathie und Naturheilkunde – eine gute Alternative zu Psychopharmaka

Ergänzend zur  Möglichkeit – durch ein Coaching/Therapie – die Depressionen zu überwinden und wieder Freude am Leben empfinden zu können, bietet die Klassische Homöopathie mit ihren vielen verschiedenen homöopathischen Mitteln eine gute Chance auf Linderung und Heilung der depressiven Beschwerden.

Feinstoffliche Impulse über das passende Homöopathische Mittel regen den Energiefluss wieder an und  lösen die  Stagnation auf, so dass Entwicklung aus eigener Kraft wieder möglich wird. Eine homöopathische Therapie kann auch begonnen werden – und hat sich als hilfreich erwiesen – während einer Therapie mit Antidepressiva.

Therapie bei Depression: Wichtig ist es sich frühzeitig Hilfe zu holen!

Depressionen sind heil- und behandelbar! Egal welche Therapie bzw. Behandlungsformen Sie wählen. Wichtig ist es sich bei einer beginnenden Depression frühzeitig Hilfe zu holen. Dies ermöglicht zu einem Zeitpunkt Gegenmaßnahmen einzuleiten bzw. Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, der einen schwereren Krankheitsverlauf verhindern kann.

Und eines ist sicher: Auch dieser Zustand der völligen Empfindungslosigkeit, von Konzentrationsstörungen und  ständige kreisenden dunklen Gedanken, diese absolute Abwesenheit von Lust, Energie und Antrieb, geht irgendwann zu Ende – auch wenn sich das im Moment überhaupt nicht so anfühlen mag.

Depressions Therapie: Ansatz in meiner Praxis

Die Depression ist also, wie oben erläutert, eine Erkrankung, bei der innere und äußere Faktoren zusammenwirken. Die Therapie besteht somit nicht nur darin, auf die äußeren Faktoren und Auslöser zu betrachten, die eine Depression begünstigen und diese zu verändern.

Vielmehr ist es unabdingbar, das wir gemeinsam auch nach innen schauen, um das zugrunde liegende depressive Schema zu erkennen und zu verändern.

Gerne unterstütze ich diesen Prozess durch eine begleitende homöopathische Behandlung, die wenn nötig auch parallel zu einer Behandlung mit Antidepressiva begonnen werden kann.

Mehr unter … Homöopathie gegen Depression und Burnout, …Hochsensibilität

Depression – hier geht es zu einen guten Test.

Für weitere Fragen schreiben Sie mir eine E-Mail oder rufen Sie mich gerne an. Bitte vereinbaren Sie einen Termin in meiner Heilpraktiker Praxis in Overath….  Kontaktaufnahme – Therapie

 

Zurück zur Startseite.